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Befunderhebung und Behandlung
Was geschieht während der ersten Behandlung?
Durch die sogenannte Befunderhebung analysiert der Therapeut während der ersten Behandlung die Beschwerden des Patienten und untermauert die Diagnose des Arztes bzw. hält Rücksprache mit ihm bei Abweichungen.
Die Befunderhebung besteht aus zwei Teilen: Der ausführlichen Befragung (Anamnese) und der umfassenden manuellen körperlichen Untersuchung.
Die Anamnese
Während der Anamnese werden Ihnen viele Fragen über ihr Beschwerdebild, frühere medizinische Probleme sowie deren Behandlungen und die Anforderungen an den Körper während des Alltags gestellt. Die von Ihnen als Patienten gemachten Beobachtungen und Antworten sind dabei von größter Wichtigkeit.
Die körperliche Untersuchung
In der manuellen Untersuchung, werden ganzheitlich Ihre körperlichen Strukturen beobachtet, palpiert und getestet, um Ihre Beschwerden genau zu lokalisieren. Die Untersuchung ermittelt also die Art und das Ausmaß der Gesundheitsstörung an der betroffenen Struktur.
Vor Abschluss der 1.Behandlung wird der Therapeut dem Patienten den Befund erklären, die Behandlungsziele sowie den Behandlungsplan mit ihm besprechen.
Was darf von den nachfolgenden Behandlungen erwartet werden?
Der Behandlungsaufbau, welcher auf die Ergebnisse der Befunderhebung gestützt ist, wird ganz individuell und zeitgemäß, d.h. mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gestaltet. Die Behandlung besteht zuerst aus Aufklärung und Anleitung zur Selbsthilfe. Später kommen je nach Beschwerdeproblematik z.B. passive hubfreie Mobilisationen, gefolgt von assistiven und aktiven Übungen zur Kräftigung der Muskulatur und Stabilisation der betroffenen Region dazu. Zusätzlich erhalten Sie medizinisches Training zur Erhaltung und Verbesserung Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit für Alltag, Beruf, Freizeit, und Sport. Während der Therapiesitzungen dokumentiert und kontrolliert der Therapeut durch Befragung über Symptomänderungen und Tests den Verlauf seiner Behandlung.
Wie kontrolliere ich die Qualität in der Therapie?
Der Begriff Qualität bedeutet, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung den definierten und erwarteten Anforderungen gerecht wird. In der Physiotherapie werden die Anforderungen sowohl durch den Patienten, als auch durch den Arzt, den Kosten¬trägern und den Gesetzgebern bestimmt.
Angestrebt wird eine optimale Therapie. Nicht Quantität führt zum Ziel, sondern die Qualität der Therapie. Zwingend ist, dass der Therapeut, eingebettet in ein Therapiekonzept, effektive Methoden kompetent anwendet und damit rasch die Therapieziele erreicht. Die Manuelle Therapie eignet sich hervorragend dazu, da problemorientiert und spezifisch gearbeitet wird.